Hier könnt ihr unsere Abenteuer mitverfolgen!

 

Vom 17. Mai bis Ende August 2018 wird der Katamaran ‚Esperantos’ auf Bootschaft durch Europa gehen:

Junge Europäer durchqueren 2018 mit einem selbstgebauten Katamaran Europa. Der gemeinnützige Verein ‚projekt doritzki – für darstellende Kunst und Meer e.V.’ und ‚BlueTeco’ein Tech-Start-Up bestehend aus Umweltingenieuren, teilen eine Vision: Europa in seinem Herzen von Westen nach Osten zu durchqueren, um ein Netzwerk vieler Sympathisanten für Kunst, Wasser und ein friedliches Europa zu bilden.

Diese Bootschaft ist ein Zusammenwirken von Künstlern, Handwerkern und Wissenschaftlern auf den Binnenwasserstraßen von Berlin bis an das Schwarze Meer – von der Großstadt bis in das dünn besiedelte Hinterland. Vom Anwohner über den neugierigen Passanten bis zum Fachpublikum sind alle eingeladen, sich bei Theatervorstellungen, Konzerten und Vorträgen mit allen Sinnen überraschen zu lassen. Diese Bootschaft ist untergliedert in drei Themenblöcke: Musiktheater, Volksbühne und Wasserqualitätsmessung – im Blick die Nachhaltigkeit.

Auf die andere Tour…

Eine immer schneller wachsende Weltbevölkerung, Zwietracht und Krieg, Rechtspopulismus und Hass, Ausbeutung der vorhandenen Ressourcen und Ignoranz ihrer Endlichkeit stellen uns vor die Situation, dass nicht mehr wir allein entscheiden können, in was für einer Welt wir leben wollen. Deshalb haben wir die Absicht mit der Bootschaft über diese Strecke einen Dialog über Vielfalt in Europa zu führen. Angetrieben von dem Wunsch, unser Umfeld aktivieren zu können, zu dem ‚wie’ und ‚wofür’ Haltungen zu finden, haben wir daraus eine Bootschaft formuliert.

Trotz der verschiedensten Bereichen (Naturwissenschaft, Kunst und Handwerk) verbindet die Bootschafter eines: der Wunsch nach Vielfalt und Nachhaltigkeit. Diesem Wunsch können wir nur nachkommen, wenn wir die isolierten Fachwelten verlassen und interdisziplinär zusammenwirken, um gemeinsam nach Antworten suchen, wie das ‚wie’ aussehen kann.

Häfen sind öffentliche Orte, die allen Teilen der Bevölkerung Zugang gewähren. Hier herrscht kein Ausschlusskriterium. Häfen sind lebendig, bunt und rau. Genau hier fühlen sich die Bootschafter herausgefordert, den Dialog zu suchen. Zwischen Containerkränen, Touristendampfern, Badestränden und Altstädten trifft die Bootschaft auf die lokale Bevölkerung. Dafür begibt sich das Team auf dem selbstgebauten Katamaran ‚Esperantos’ in den Transit und verlässt die Komfortzone. Denn Fakt ist, dass dort, wo früher laute Revolutionen stattfanden, heute unerträgliche Stille und Resignation herrschen. Doch wenn das die Maxime der Gegenwart sein soll, hat die Gegenwart ein Problem. Die Bootschaft dient in diesem Sinne nicht dem eigenen Freizeitbedürfnis, sondern der Selbstkritik im Sinne Rosa Luxemburgs und somit der Suche nach dem Lebenslicht!

Das Transportmittel Boot ist nicht zufällig gewählt: Wasser ist die Quelle des Lebens und ein verbindendes Element. Im-Fluss-sein bedeutet für dieses Projekt, sich und seine Umwelt wahrzunehmen, zu respektieren und auszutauschen.

Was kann die Bootschaft der Welt bieten?

Die Bootschaft bringt Kunst und Wissenschaft, Diskurs und Lehre abseits der Metropolen zu den Menschen, schafft Abwechslung, eröffnet neue Sichtweisen und tritt damit in einen Dialog, dessen Ausführung in der Vergangenheit an Selbstverständnis eingebüßt hat. Was bleiben wird, ist vielleicht nichts oder eben doch ein Echo – und die Möglichkeit darauf, dass dieses einen maximalen Nachhall als Klang entwickeln kann. Wir sind gespannt!

Unsere Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Danke an die wilde Wartenbergstraße für den Proberaum, an Nils für das Tonstudio und an Josi, dass sie unsere Schauspieler hoch in die Lüfte hebt und ummantelt und den vielen anderen, die uns so stark zur Seite stehen und überall helfen!

Wir freuen uns auf einen Sommer in TRANSITOPIA!